Hausarztzentrierte Versorgung

Ein Drittel aller HZV-Teilnehmer aus Baden-Württemberg

In Deutschland ist die Zahl der an der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) teilnehmenden Versicherten um etwa 10% gestiegen – sie liegt mittlerweile bei 4,3 Millionen.

Einen Spitzenplatz nimmt dabei das Ländle ein. Alleine bei der AOK Baden-Württemberg nehmen 1,45 Mio. Versicherte daran teil – das entspricht einem Anteil von mehr als einem Drittel (33,8%). Im Südwesten, der seit neun Jahren Vorreiter der Alternativen Regelversorgung ist und die HZV flächendeckend umsetzt, betrug die Steigerungsrate innerhalb eines Jahres etwas mehr als 5%. Im Januar 2016 waren 1,38 Mio. Versicherte freiwillig eingeschrieben, zwölf Monate später im Dezember 2016 1,45 Mio.

Der Hausarzt ist in der HZV bei medizinischen Fragen erster Ansprechpartner und Lotse für die Patientinnen und Patienten. Er koordiniert bei Bedarf die Behandlungen durch weitere Fachärzte. Bei der AOK Baden-Württemberg sind fünf weitere Facharztverträge angeschlossen: Kardiologie, Gastroenterologie, PNP (Psychotherapie, Neurologie, Psychiatrie), Orthopädie sowie Urologie. Wissenschaftliche Evaluationen zeigen regelmäßig, dass die Versicherten in der HZV von einer qualitativ besseren Versorgung profitieren. Von der wirtschaftlichen Verordnung von rabattierten Arzneimitteln durch die HZV-Ärzte profitieren auch die teilnehmenden Versicherten, indem sie z. B. Zuzahlungsbefreiungen bei vielen dieser Medikamente erhalten. Die Teilnahme ist für Versicherte und Hausärzte freiwillig.

Bundesweit liegt die Anzahl der teilnehmenden Hausärzte bei fast 17.000. In Baden-Württemberg sind es nahezu 4.000 Haus- sowie Kinder- und Jugendärzte. Außerdem sind annähernd 1.700 Fachärzte und Psychotherapeuten eingeschrieben.


Zu den HZV-Evaluationsergebnissen

Pressemitteilung des Deutschen Hausärzteverbands