Landeskongress Gesundheit 2017

"Wir nehmen Versorgung selbst in die Hand!"

AOK-Chef Hermann stellt Positionen der Gesundheitskasse vor

Zum zweiten Landeskongress Gesundheit trafen sich am 27. Januar 2017 rund 250 Entscheider und Verantwortungsträger aus den verschiedenen Bereichen des baden-württembergischen Gesundheitswesens auf der Landesmesse am Stuttgarter Flughafen. Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, war Teilnehmer der Podiumsdiskussion.

"Wir nehmen Versorgung selbst in die Hand. Das Gesundheitswesen ist eine regionale Dienstleistung und kann nicht aus Berlin gesteuert werden."

"Durch unser HZV-Programm haben wir 40 Prozent weniger unkoordinierte Praxisbesuche als in der Regelversorgung!"


"Die AOK Baden-Württemberg setzt sich für eine flächendeckende Hausarztversorgung im Land ein."

"Die Gesellschaft des langen Lebens benötigt ein dauerhaftes Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt."

"Wir wollen jetzt endlich vom Faxstandard in Arztpraxen wegkommen. Da wir hier aber gemeinsam Neuland betreten, ist gute Überzeugungsarbeit das A und O. Schließlich geht es um den Arzt, sein Team und Patienten, und nicht nur um Computertechnik." Mehr zur Digitalisierung steht in der Pressemeldung der AOK:

Pressemeldung der AOK Baden-Württemberg

2. Landeskongress Gesundheit



"Aktive Versorgungssteuerung - Wie sehen Behandlungsprozesse der Zukunft aus?" lautete das Leitthema des Kongresses. Im kreativen Austausch begegneten sich Experten aus allen Bereichen des Gesundheitswesens in den moderierten Arbeitsgruppen des Weltcafés.


Keynote-Speaker Lutz Stroppe - Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit - sieht Deutschland in einer Spitzenposition beim Zugang zur ärztlichen Versorgung. Er bekennt sich dabei klar zur Digitalisierung im Gesundheitswesen: "Telemedizin wird entscheidend sein für die Zukunft!" (Vgl. Positionen der AOK zur Digitalisierung in der heutigen PM) Auf Kosten der persönlichen Beziehung zwischen Arzt und Patient dürfe die neue Technik jedoch nicht gehen: "Der Erstkontakt muss immer zwischen Arzt und Patient sein, erst danach ist Telemedizin möglich", so Stroppe weiter.

Besucher der Veranstaltung waren Führungskräfte und Mitarbeiter der Ärzteschaft, der Verbände, Kliniken und Krankenkassen sowie Angehörige der Führungsebenen der Sozialverwaltung und Kommunen. Schirmherr der Veranstaltung war Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg.