Metabolisches Syndrom

Die Vier vom tödlichen Quartett

Wenn Übergewicht, besonders rund um den Bauch, erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck und ein erhöhter Blutzuckerwert zusammentreffen, dann wird’s gefährlich. Zusammen bilden diese vier das metabolische Syndrom. Sie werden auch das „tödliche Quartett“ genannt.

Jeder der Faktoren für sich allein stellt schon ein Risiko für Gefäßerkrankungen dar. „Treten diese vier Risikofaktoren jedoch in Kombination auf, ist die Gefahr, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder einem Typ-2-Diabetes zu erkranken, deutlich erhöht. Als Folge davon steigt das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden“, sagt PD Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg.

Besonders gefährdet sind Menschen mit einem erhöhten Bauchfettanteil. Problematisch wird es, wenn bei Männern der Bauchumfang mindestens 94 und bei Frauen 80 Zentimeter oder mehr misst. „Da die anderen Risikofaktoren, etwa ein erhöhter Blutzucker, nicht so sichtbar sind und oft längere Zeit keine Beschwerden machen, ist es wichtig, diese Werte hin und wieder vom Hausarzt messen zu lassen“, so Knapstein.

Die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes ist auch Ziel des Check-up 35, den Versicherte ab dem 35. Geburtstag alle zwei Jahre nutzen können. Die Kosten für die Vorsorgeuntersuchung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen.

Wer das „tödliche Quartett“ in Schach halten möchte oder ihm vorbeugen will, sollte auf sein Gewicht achten und gegebenenfalls abnehmen. Dazu gehört in vielen Fällen auch, den Lebensstil umzustellen. Also: eine gesunde Ernährung mit wenig Fett, wenig Zucker, viel Obst und Gemüse sowie mehr Bewegung im Alltag.

Die AOK bietet mit ihren Ernährungs- und Sportfachkräften hier viele Tipps und sehr gute Gesundheitsangebote vor Ort. Bei bestehenden Erkrankungen und Beschwerden gibt es auch Informationen via Haus- und Facharztversorgung.

Weitere Informationen:
https://bw.aok.de/gesundes-leben/gesund-im-alltag/