ScienceKids

Erfolgreiche Zusammenarbeit

Im Rahmen der didacta 2017 (14. bis 18. Februar auf der Landesmesse Stuttgart) stellen die AOK Baden-Württemberg und das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg die neuen Lehr- und Lernmaterialien „ScienceKids - Seelisches Wohlbefinden in der Sekundarstufe 1“ erstmals der Öffentlichkeit vor. Der eigene Band zur seelischen Gesundheit ergänzt die bestehenden Materialien für die Primar- und Sekundarstufe und ist an die aktuellen Bildungspläne, insbesondere die vorgegebene Leitperspektive „Prävention  und Gesundheitsförderung“, angepasst. Schülerinnen und Schüler lernen, ihre eigenen Emotionen wahrzunehmen und entwickeln wichtige Kompetenzen, um auch in stressigen Situationen handlungsfähig zu bleiben. Die Stärkung der eigenen Ressourcen und Exekutivfunktionen stehen dabei im Mittelpunkt.

An ihrem Messestand präsentiert die AOK Baden-Württemberg sämtliche bisher erschienenen ScienceKids-Lehr- und Lernmaterialien. Lehrkräfte berichten aus der Praxis und führen interessierte Lehrerinnen und Lehrer in die verschiedenen Materialien und Inhalte ein. Außerdem können Besucher am Stand an einem „Smoothie-Fahrrad“ ihren eigenen Smoothie mixen oder an einer Achtsamkeitsübung teilnehmen.

Dieses Angebot nahm am Mittwoch, 15. Februar, Volker Schebesta, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, in Anspruch. Im Rahmen seines Besuchs beim Messestand der Südwestkasse setzte sich der Hobby-Mountainbiker aufs Smoothie-Bike und probierte anschließend seinen gesunden Drink. Vor dem Vergnügen stand allerdings noch Arbeit auf dem Programm des Politikers, der von Jutta Ommer-Hohl, Fachbereichsleiterin Gesundheitsförderung und Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der AOK Baden-Württemberg, zu den Themen Gesundheit und Schule befragt wurde.

Jutta Ommer-Hohl: Sehen Sie in der Entwicklung von Gesundheitskompetenzen eine Aufgabe für die Schule?
Volker Schebesta: „Eine grundsätzliche Aufgabe unserer Schulen in Baden-Württemberg ist, Schülerinnen und Schülern Kompetenzen und Einstellungen zu vermitteln, die ihnen ein erfülltes und gelingendes Leben in unserer Gesellschaft ermöglichen. Hierzu gehört auch schon frühzeitig Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen. Das schließt auch eine gesundheitsbewusste und nachhaltige Lebensweise ein. Hier bieten Schulen - neben dem Elternhaus - ein ideales Lernfeld.“

Jutta Ommer-Hohl: Wie sind die Themen Gesundheit, Prävention im jetzt erstellten Bildungsplan 2016 verankert?
Volker Schebesta: „Im Bildungsplan 2016 gibt es erstmals die neu geschaffenen Leitperspektiven. Sie sprechen Fähigkeitsbereiche an, die nicht einem einzigen Fach zugeordnet werden können, sondern übergreifend in verschiedenen Fächern entwickelt werden sollen. So gibt es die Leitperspektive „Prävention und Gesundheitsförderung“, welche eine gesundheitsfördernde Schule zum Ziel hat. Die Förderung von Lebenskompetenz und die Stärkung persönlicher Ressourcen stehen hierbei im Mittelpunkt.“

Jutta Ommer-Hohl: Was bedeutet das genau?
Volker Schebesta: „Die Schülerinnen und Schüler sollen die Bedeutung von gesunder Ernährung und Bewegung kennen. Gesundheit bedeutet aber mehr als nur die körperliche Verfassung. Auch seelische Belastungen oder Stress können krank machen. Deshalb ist es genauso wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel Strategien zur richtigen Stressbewältigung kennenlernen, von denen sie ihr ganzes Leben lang profitieren können. Je stärker die eigene Persönlichkeit entwickelt ist, desto souveräner und weniger anfällig ist sie gegenüber Stressfaktoren und psychischen Belastungen.“

Jutta Ommer-Hohl: Und welchen Beitrag kann ScienceKids dazu leisten?
Volker Schebesta: „Einen großen. ScienceKids behandelt alle gesundheitlichen Themen von Ernährung über Bewegung bis hin zur seelischen Gesundheit. Es gibt Handreichungen für die Primar- als auch für die Sekundarstufe 1. Der handlungsorientierte Ansatz wirkt zudem sehr motivierend auf die Schülerinnen und Schüler. Durch die fächerübergreifende Leitperspektive "Prävention und Gesundheitsförderung" ist ein vielseitiger Einsatz der Materialien möglich. Hierdurch wird ScienceKids zur idealen Ergänzung des Unterrichts. Für die jahrelange gute, zuverlässige und erfolgreiche Zusammenarbeit möchte ich mich an dieser Stelle bei der AOK bedanken.“