Sprachtherapie

Viele Kinder brauchen eine Sprachtherapie

Eltern sollten mit ihrem Kind regelmäßig die kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen. „Bei den kostenfreien Terminen können Ärzte Probleme bei der Sprech- und Sprachentwicklung frühzeitig erkennen“, sagt Dr. Okyta A'Walelu, Gesundheitsökonomin und Leiterin des Referats Heilmittel bei der AOK Baden-Württemberg. Ist eine Sprachentwicklungsstörung diagnostiziert, verordnen Mediziner eine Sprachtherapie. Die Kosten dafür übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen.

„Immer mehr Kinder in Deutschland gehen zu einem Logopäden“, informiert A'Walelu. Das zeigt der Heilmittelbericht 2016 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Danach erhielt im Jahr 2015 jeder vierte sechsjährige Junge (23,7 Prozent) und etwa jedes sechste Mädchen (16,2 Prozent) eine Sprachtherapie.

Sprachtherapien werden überwiegend ab einem Alter von vier Jahren verordnet. Im Jahr 2015 erhielt fast jeder zehnte vierjährige Junge (9,2 Prozent) eine Sprachtherapie. Bei den Mädchen waren es gerade einmal 5,6 Prozent. Laut Heilmittelbericht brauchen sechsjährige Kinder am häufigsten Unterstützung bei der Sprech- und Sprachentwicklung. Nach Schulbeginn nimmt der Anteil der Kinder, die zum Logopäden gehen, wieder ab. Für den Heilmittelbericht 2016 hat das WIdO die Heilmittelrezepte analysiert, die 2015 für die rund 71 Millionen gesetzlich Versicherten ausgestellt wurden.

Mehr Infos zum Thema gibt es unter:
http://www.wido.de/aktuelles/aktuell/meldungakt/artikel/heilmittelbericht-2016-erschienen.html
www.aok-bw.de/familie > Leistungen
Auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:
www.kindergesundheit-info.de > Suche: Sprachentwicklung