Zehn Jahre bessere Versorgung

Hermann: "Selbstverständlich bleiben wir nicht stehen"

Ergebnisse der Universitäten Frankfurt/Main und Heidelberg können belegen, dass HZV-Teilnehmer der AOK Baden-Württemberg eine Versorgung genießen, die ihnen messbare Überlebensvorteile bietet. Vor allem chronisch Kranke, die mit 60 Prozent das Gros der 1,6 Millionen freiwilligen HZV-Teilnehmer stellen, profitieren von den positiven Effekten der Hausarztzentrierten Versorgung. Den Forschungsergebnissen zufolge entfallen jährlich 1,2 Millionen unkoordinierte Facharztkontakte. Herzpatienten bleiben jährlich rund 46.000 Krankenhaustage erspart. Diabetiker werden in sechs Jahren vor ca. 4.000 schweren Komplikationen wie Amputationen oder Schlaganfällen bewahrt.

 

In einer Pressekonferenz zum zehnjährigen Bestehen der Hausarztverträge stellten die AOK Baden-Württemberg, der Hausärzteverband Baden-Württemberg und MEDI Baden-Würtemberg in Berlin die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Evaluation der Hausarztzentrierten Versorgung vor.

 

Investitionen von 618 Millionen Euro im Jahr 2017 in die Alternative Regelversorgung seien laut AOK-Chef Dr. Christopher Hermann hervorragend angelegtes Geld. Die AOK Baden-Württemberg hätte im gleichen Zeitraum in der Regelversorgung glatte 50 Millionen Euro mehr ausgegeben – bei nachweisbar schlechterer Versorgung der Versicherten. Hermann: „Und selbstverständlich bleiben wir nicht stehen. Mit Nephrologie, Pulmologie und HNO wird die Alternative Regelversorgung 2019 um weitere Facharztgebiete erweitert, und die Vernetzung in Richtung Krankenhausversorgung werden wir im nächsten Jahr im Bereich Knie- und Hüft-OPs starten.“